Pausenraum: das Gesundheitszentrum

2012 hat Daniela Donike mit ihrem Pausenraum im Schatten der Agneskirche
Quartier bezogen. Der Name steht dem Raum gut. Es ist ein sehr
angenehmer Ort: Je nach Jahreszeit mehr oder weniger Licht-durchflutet
dringen die Geräusche von Außen nur sehr gedämpft ins Innere. Das trägt
zur Atmosphäre der Kurse bei. So ist es ruhig und konzentriert und gerne
auch fröhlich, doch nicht abgeschieden oder weltfremd.
Die eigentliche Attraktion ist allerdings die Gastgeberin: Daniela ist
diplomierte Sportlehrerin aus Überzeugung. Ihre erste Priorität ist es,
den Menschen durch ihr Training zu helfen. Es gehe um die Grundlagen der
Bewegung. Und diese kämen heutzutage einfach zu kurz.
Die Kurse atmen die langjährige Erfahrung der Kursleiterin. Sie haben
wenig zu tun mit den poppigen Modeerscheinungen der großen
Fitnesseketten, sondern erinnern zum Teil eher an Turnunterricht aus der
Grundschule. Doch gleichzeitig wird Daniela nicht müde immer wieder
neueste Erkenntnisse aus der Sportwissenschaft aufzugreifen und in ihre
Trainingsstunden zu integrieren. Das tut sie mit viel Charme und
Einfühlungsvermögen. Entsprechend vielschichtig ist auch die Kundschaft:
Sei es der Schreibtischtäter, der, geplagt von Rückenschmerzen, ganz
vergessen hat, wie es ist auf einem Bein zu stehen, die rekonvaleszente
Leistungssportlerin, die konkrete Schwächen der Koordination korrigieren
möchte, der ambitionierte Freizeitsportler, der sich nach einem
Kreuzbandriss wieder langsam heran arbeitet oder der Mensch im besten
Alter, der sich konsequent fit, flexibel und bei Kräften halten möchte.
Mit dem Pausenraum hat Daniela eine Nische qualitativ hochwertig
besetzt. Wer sich sowohl im Fitnesstudio als auch beim Yoga etwas fremd
fühlt, sich aber trotzdem geschmeidig halten möchte, hat hier, mitten im
Agnesviertel eine hervorragende Gelegenheit dazu. (Jan Heger)