Osteopathie selbst gemacht

Die Verantwortung für sich zu übernehmen, bedeutet auch, zu erkennen,
dass jede Krankheit eine Aussage mit sich bringt.

Die Botschaft wird verstanden und das Verhalten verändert. Sonst wird das Thema einfach etwas heftiger in einer Schleife wiederholt, bis die Ursache erkannt und die Konsequenzen getragen werden.

Marcel Merkel – Diplom Sportlehrer, Physiotherapeut, Osteopath und geistiger Heiler- war am 7. März 2020 zum dritten Mal im Pausenraum mit seinem Workshop “Osteopathie selbst gemacht”.

Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Ergebnisse und Hintergründe zusammen.

Herzlich Willkommen in der Welt der Osteopathie im Pausenraum.

Auf der Suche nach der Ursache für die körperlichen Probleme, die Du an
der ein oder anderen Stelle eventuell hast, ist der Schmerzort selten
die Schmerzursache, es sei denn es liegt eine Verletzung vor.

Aufmerksamkeit, z.B. durch Meditation und genaues Hinhorchen in die Welt, erlaubt uns, einen Zugang zu dem Ort zu finden, wo die Ursache beheimatet ist.

Dermatome liefern zusätzliche Informationen. So kann sich z.B. ein Problem mit dem 6./7. Halswirbel durch Schmerzen im Zeige-, Mittel- und Ringfinger zeigen. Das ist leicht zu verstehen, wenn klar wird, dass einzelne Nerven bestimmte Regionen versorgen und erkennbar ist, welcher Nerv, was versorgt.

Auch Nerven, die aufgrund von Verschiebungen z.B. der ersten Rippe über das Schlüsselbein komprimiert werden, können Probleme in der Schulter und dem Nacken auslösen. Blockaden, z.B. des ersten Halswirbels, des Atlas, irritieren häufig den Vagus Nerv, der für Ruhe, Entspannung und Verdauung zuständig ist.

Wird dieser dauerhaft eingeklemmt, kommt der Mensch nicht mehr runter vom Gas. Statt Entspannung wird immer etwas zu viel aufgedreht und man befindet sich permanent im Angriffs- und Verteidigungsmodus.

Zudem ist, wenn Du Deinen Körper richtig liest, erkennbar, wie Du den
Schmerzen begegnen sollten und was notwendig ist, um die Schmerzen
aufzulösen.

Dazu bedarf es einer kleinen Reise durch Dein System:

Zunächst gibt es neben dem Atemrythmus und dem Herzschlag den
Craniosacral-Rhythmus. Cranium steht für den Kopf und Sacrum für den
letzten Wirbelsäulenabschnitt, der in das Becken mündet. Das Os Sacrum
ist der heilige Knochen und verfügt über 9 Bewegungsachsen. Der craniosacrale Rhythmus beträgt ca. 12 Zyklen pro Minute und ist spürbar mit den Händen besonders im Rückenmark ertastbar.

Ist dieser Rhythmus eingeschränkt, weist das auf eine verminderte Lebensenergie hin, die laut Marcel Merkel bis zur Depression führen kann oder wiederkehrende Kopfschmerzen auslöst.

Wichtig zu verstehen ist, dass unser System ständig in Bewegung ist.

Das ist nicht nur messbar an den Rhythmen (Atmung/ Herzschlag/
craniosacral), sondern auch unsere Organe bewegen sich.

Die Organlagen sind nicht symmetrisch ausgerichtet. Bei Veränderungen lösen sie körperliche Schieflagen aus. Und das muss ausgeglichen werden.

Der Körper ist gezwungen seine lebenswichtigen Organe zu schützen, vor allem dann, wenn sie in die falsche Richtung wandern. Wenn die unteren Organe nach unten und diagonal ausweichen, sich drehen oder gar kippen und die oberen Organe in den Brustkorb ausweichen, entsteht in der Mitte ein Loch. So wie bei schwangeren Frauen.

Das passiert u.a. durch rundes Sitzen oder massives vorbeugen.

Ein regelmäßiger Ausgleich ist nötig – nicht nur für den Alltag, sondern auch für einseitige Lieblingssportarten wie Tennis, Fußball oder Badminton, Vorbeugeübungen im Yoga oder an Trainingsgeräten.

Schmerzhafte Bewegungseinschränkung des Beckens und der Wirbelsäule sind also u.a. die Konsequenz des Körpers lebenswichtige Organe zu schützen.

So ist das Becken z.B. oft nach rechts vorne und links nach hinten
verschoben, ertastbar über die Darmbeinstachel, die vorne am Becken zu spüren sind.

Anatomisch liegt der Übergang vom Dick- zum Dünndarm exponiert
rechts unten vorne und der Darmausgang des Dickdarms weit hinten
unten. Zudem befindet sich die rechte Niere tiefer als die linke. Die Hüftbeuger dienen als Gleitlager für die Nieren.

Durch ungünstige Bewegungen oder Übungen können Schmerzen in der Leiste und der Hüfte ausgelöst werden.

Aufzulösen ist das Ganze dann durch ein Mobilisieren des rechten Beines nach vorne und des linken Beines nach hinten sowie eine Entlastung der Nieren, z.B. durch Hüftkreisen oder in den unteren Rücken gestemmte Fäuste.

Text: Daniela Donike & Marcel Merkel

Mehr Infos und viele Hintergründe und Trainingstipps: Marcel Merkel und
Stefan Kosik. Osteopathische Übungen mit dem Pilates- Roller. Meyer und
Meyer Verlag

Behandlungen: Gesundheitspraxis Merkel, Hauptstr. 70 und Alt Bossel
11 B, 45549 Sprockhövel. Tel: 02324 / 90 37 555

Alle Infos zu unseren Trainings mit osteopathischen Übungen: Tel.: 0221 78943125